· Praxis

KI-generierte Software souverän betreiben

Schnell gebaut heißt nicht schnell betrieben. Wie wir Anwendungen aus Agenten-Projekten auf eigene Infrastruktur bringen – ohne Cloud-Lock-in, mit Backup, Monitoring und Rollback.

Ein Agent baut heute in Stunden, wofür früher Wochen nötig waren. Die Frage, die danach kommt, ist dieselbe wie immer: Wo läuft das Ding, wer sichert es, wer merkt, wenn es steht? Wir beantworten sie bewusst mit eigener Infrastruktur – in der Schweiz und in Europa, ohne einen Anbieter, der morgen die Preise verdoppelt.

Der Stack, der sich bewährt hat

  • Virtualisierung: Proxmox-Cluster mit Containern je Anwendung, Quorum-Knoten für den Ausfall, nächtliche Sicherungen mit geprüfter Wiederherstellung
  • Zugang: ein eigenes Mesh-Netz statt offener Ports – Koordinationsserver selbst betrieben, Clients verbinden sich direkt
  • Reverse-Proxy: Zertifikate automatisch, HSTS, saubere Header; intern per DNS-Challenge auch ohne öffentliche Erreichbarkeit
  • Monitoring: Erreichbarkeits- und Host-Metriken mit Benachrichtigung – von außen gemessen, nicht nur von innen
  • Secrets: ein eigener Passwort-Tresor, Zugangsdaten in der Container-Umgebung, nie im Repository
  • Mail: eigener Mailserver mit SPF, DKIM und DMARC, damit Systemmails ankommen

Der Weg vom Repository in den Betrieb

Jedes Projekt bekommt eine Pipeline: Push auf den Hauptzweig, Build, Tests, Container, Deployment – und ein Health-Check, der bei Fehlern automatisch den vorherigen Stand zurückholt. Für Kunden ohne eigene Infrastruktur stellen wir dasselbe als gehostete Umgebung bereit, in der ein KI-Agent mit einem einzigen Token deployen darf und sonst nichts.

Was wir dabei gelernt haben

Die meisten Probleme kommen nicht aus dem Code, sondern aus dem Drumherum: ein Backup-Job, der aktiviert ist, aber nie läuft; ein Zertifikat, das ausläuft; ein Volume-Name, der mit einem anderen Projekt kollidiert. Deshalb gehört zu jedem Deployment eine Prüfung von außen – und ein Mensch, der die Logs liest, bevor er „läuft“ sagt.

Souverän betreiben heißt nicht, alles selbst zu machen. Es heißt, jederzeit zu wissen, wo die Daten sind, wer Zugriff hat und wie man morgen weg könnte. Mehr dazu unter Deployment & Betrieb.